Das Symposium

Bildhauerin bei der Arbeit am Obernkirchener Sandstein vor dem Museum – Foto: Archiv IOBS
Foto: Archiv IOBS · Freiluft-Atelier auf dem Obernkirchener Kirchplatz

🏛️ Ausschreibung 2027

Für internationale Bildhauerinnen und Bildhauer: Teilnahmebedingungen, Bückeberg-Sandsteinblock, 1.000 € Honorar, freie Unterkunft und Kostenerstattung. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2027.

🗺️ Skulpturen & Skulpturenweg

Über drei Jahrzehnte Bildhauertradition: Zahlreiche Kunstwerke aus dreizehn Symposien seit 1988 prägen den Stadtraum von Obernkirchen. Entdecken Sie die Werke und vier thematische Rundgänge auf der interaktiven Karte.

Kunst zum BeGreifen – mitten in Obernkirchen

Bei seiner Premiere 1988 mag das Obernkirchener Bildhauer-Symposium ein Geheimtipp gewesen sein – inzwischen hat es seinen festen Termin im Kalender der internationalen Kunstszene erobert. Alle drei Jahre verwandelt sich der Kirchplatz für zwei Sommerwochen in eine lebendige Freiluft-Werkstatt, in der Bildhauerinnen und Bildhauer vor den Augen der Öffentlichkeit monumentale Skulpturen schaffen. Schon beim 8. Symposium (2009) schauten den Künstlern mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher über die Schultern.

Sandsteinskulptur Umarmung von Lucia Seracca aus dem Gründungsjahr 1988 – Foto: Archiv IOBS
Lucia Seracca (Italien): »Umarmung«, 1. Internationales Bildhauer-Symposium 1988 · Foto: Archiv IOBS
Zwei Bildhauer im Gespräch bei der Rast auf einem Bückeberg-Sandsteinblock auf dem Kirchplatz – Foto: Archiv IOBS
Begegnung und Werkstattatmosphäre auf dem Kirchplatz · Foto: Archiv IOBS

Das Internationale Obernkirchener Bildhauer-Symposium präsentiert Künstler zum Ansprechen, die Werke zum BeGreifen schaffen: Anfassen ist ausdrücklich erwünscht. Zu unseren Gästen zählen Figürliche und Abstrakte, Verkopfte und Spontane, Handwerker und Technikbegeisterte, Meister und Autodidakten aus Europa, Asien, Afrika und Amerika. Im offenen Dialog mit den Künstlern wird jeder Schritt – vom ersten groben Spalten des Blocks bis zur feinen Textur – unmittelbar erlebbar.

Der Obernkirchener Sandstein

Er entstammt den historischen Steinbrüchen auf dem Bückeberg und bietet ein unvergleichliches Material, das den Teilnehmenden vom IOBS zur Verfügung gestellt wird. Wenn er den hellen, feinkörnigen Stein bearbeiten darf, geht für manchen Bildhauer ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Der Bückeberg-Sandstein prägt seit Jahrhunderten Bauwerke von Weltrang – vom Kölner Dom bis zum Bremer Rathaus.

Bildhauer Tutani Mgabazi im Sandsteinbruch am Bückeberg – Foto: Archiv IOBS
Bildhauer Tutani Mgabazi (Simbabwe) bei der Steinauswahl im Sandsteinbruch am Bückeberg · Foto: Archiv IOBS
Traditionelle Bildhauerwerkzeuge im Sandsteinhalter – Foto: Archiv IOBS
Handwerk & Haptik: Traditionelle Steinmetzwerkzeuge vor Ort · Foto: Archiv IOBS

Die Werkzeuge und das Handwerk

Knüpfel, Fäustel, Spitzeisen, Schlageisen, Zahn- und Riffelmeißel: Neben moderner Drucklufttechnik greifen viele Künstlerinnen und Künstler bewusst zu den jahrhundertealten Werkzeugen der Steinmetze. Besucherinnen und Besucher können jeden Arbeitsschritt aus nächster Nähe mitverfolgen – vom ersten groben Spalten des tonnenschweren Rohblocks bis zur feinen Ausarbeitung der Oberflächentexturen.

Zeichnung der Bildhauer auf dem Kirchplatz – Zeichnung: Mette Mark Larsen
Zeichnung: Mette Mark Larsen (Symposium 2018)

Bildnachweise: Fotografien aus dem Archiv des Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposiums / Kulturfenster Obernkirchen e.V. Künstlerische Zeichnung: Mette Mark Larsen (Symposium 2018). Alle Rechte vorbehalten.